Über die Initiative «NoBillag» wird am 4. März 2018 abgestimmt. Sie sieht ein Subventionsverbot für Radio und Fernsehen in der Verfassung vor. Alle Konzessionen von Programmen, die ganz oder teilweise mit Gebühren finanziert werden, werden aufgehoben. Die Abstimmung hat ausserdem direkte Auswirkungen auf Film- und Musikschaffende. Nachfolgend 5 Gründe aus Zürcher Sicht.

5 Gründe für ein Nein zur «No-Billag»-Initiative aus Zürcher Sicht:

Nein zur «No-Billag»-Initiative… weil es um mehr geht, als die SRG und SRF 1. Nicht nur würde bei einer Annahme die SRG als einer der grössten Arbeitgeber in der Region wegfallen: Mit der SRG verschwinden auch 34 weitere Sender in der ganzen Schweiz, darunter Radio Lora, der Pionier der nichtkommerziellen Radiosender in der Schweiz..

Nein zur «No-Billag»-Initiative… weil die Initiative den Filmschaffenden schadet. Bei einer Annahme der Initiative verlieren die Filmschaffenden mit der SRG einen wichtigen Partner, welcher sowohl finanziell wie auch mit Fachwissen zum Erfolg des Schweizer Films beiträgt. Generell schadet die Initiative den Filmschaffenden, weil aus den Gebührengeldern auch ein wesentlicher Teil der Mittel stammen, mit denen Filmprojekte unterstützt werden. Zürich ist zu Recht stolz auf seine Filmszene – der mit NoBillag der Boden unter den Füssen weggezogen wird.

Nein zu NoBillag… weil die Initiative jungen Musikschaffenden eine Plattform nimmt. Bei einer Annahme der Initiative verlieren Musikschaffende wesentliche Plattformen für ihre Musik: SRF 3, Radio Lora, spielen junge Schweizer Musik zuerst. Bei den Klubs und kleinen Festivals sind die unabhängigen elektronischen Medien vielfach der einzige möglich Partner.

Nein zu NoBillag… weil wir gerne auch mal Sport am Radio oder Fernsehen geniessen. Bei einer Annahme der Initiative verlieren viele Sportarten ihre Plattform, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Die verschiedensten Sportanlässe werden dann nur noch zu sehen sein, wenn Sie sich durch Werbung und Pay-TV-finanzieren lassen.

Und schliesslich: Es geht in Zürich bei der «No-Billag»-Initiative ganz klar darum, unabhängige Medien vor dem Kahlschlag zu schützen. Unabhängige, vielfältige Medien sind für unsere Gesellschaft einer der ganz wichtigen Werte. Man kann immer über den Rahmen diskutieren, den Leistungsauftrag verändern. Ein Verbot von staatlich subventionierten Medien wäre wie ein Verbot von Postautolinien in Bündner Bergtäler, ein Verbot der Zugslinie durchs Tösstal oder auch der Freibäder in Zürich. Gemeinsam ist allen, dass sie sich nach rein «marktorientierten» Kriterien nicht kostendeckend führen lassen – und daher auf die gemeinsame Finanzierung durch die Gesellschaft angewiesen sind. Und alle davon profitieren.

Mehr Argumente finden Sie hier…